Auf welchen Pfaden bewegen wir uns durch den urbanen Raum? Und vor allem: Was hält uns davon ab, vorgeformte Wege zu verlassen und ein neues Gefühl für die Stadt und den Moment zu erlangen? Diese und weitere Fragen prägten einen Teil einer Bewegung, die in den 1960er Jahren in Frankreich und über die Landesgrenzen hinweg beträchtlichen kulturellen und politischen Einfluss erlangte: die Situationistische Internationale. Das Blockseminar, das thematisch und organisatorisch an die 3. Paderborner Fototage angeschlossen ist und im Juni 2015 für Studierende der Universität angeboten wird, versteht sich als Experiment, die Dérive im Paderborn der Gegenwart auf die Probe zu stellen. Es soll nicht nur zum individuellen Erkunden der städtischen Struktur anregen, die gewonnenen Eindrücke sollen auch fotografisch eingefangen werden, um sie schließlich mit anderen Menschen zu teilen. Thematisiert wird dabei auch, wie das unmittelbar Erlebte durch das Medium Fotografie vermittelt werden kann – ein besonderer Anspruch der gestalterischen und konzeptionellen Arbeit mit dem Fotoapparat.

Die künstlerischen Resultate des Projekts sollen Ende Juni zum Abschluss der Paderborner Fototage an der Universität Paderborn in Form einer Ausstellung präsentiert werden.

Genauere Informationen zu der Veranstaltung sowie eine detaillierte Ankündigung der Ausstellung werden zu Beginn der Fototage hier sowie in einem gesondertern Flyer zur Verfügung stehen.

 

Dozent: Daniel S. Ribeiro (Fach Kunst/Medienästhetik, Universität Paderborn)

 

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