Die Serie dokumentiert eine Tanzperformance, bei der es mir darauf ankam, durch „Zertanzen“ einer Handvoll Mehls „Spuren in der Zeit“ sichtbar zu machen. Die Spuren der Tanzschritte auf dem Parkettboden, die Spuren des Mehls auf dem Körper des Modells, sie zeigen die Entwicklung als eine fortschreitende Verteilung des Materials, als Durchmischung, Überlagerung, scharf abgegrenzt oder auch verwischt und machen dabei die Dauer des Tanzes deutlich, während die relativ lange Belichtungszeit (1/15 – 1/30 Sekunde) die Bewegung der Tänzerin als partielle Unschärfe sichtbar macht. In seinen Bildern sind zeitliche Abläufe (wie eine Tanzbewegung) auf den Punkt gebracht – gleichzeitig sind sie eine Einladung an die Phantasie der Betrachter, die Entwicklung des Geschehens oder auch des Menschen von dem dokumentierten Zeitpunkt an weiter zu denken.

Fotograf/in

Michael Zimmer

Location

KopfArbeit – Friseur

Jahr

2012