Schlafzimmer – Dieses Wort setzt eine Flut von Fantasien frei. Wünsche, Erwartungen, Begierden. Die Realität dieses Raumes ist jedoch eine andere. Es ist der Raum der großen Privatheit, den ein Fremder selten betreten darf. Vielleicht bei einer Party, wenn die Mäntel dort abgelegt werden. Von all den Zimmern einer Wohnung hat es eine ganz besondere Bedeutung. Nur dort können viele Menschen schutzlos sein. Und geborgen. Nur im Schlafzimmer „kann ich ganz ich selbst sein, kann ich alle Masken fallen lassen.“ Oder: „ Wenn ich in die weichen Kissen falle, fühle ich mich wieder wie im Mutterleib.“ Urbedürfnisse werden dort gelebt, Sicherheit und Sexualität. Es ist der Raum, in dem der Mensch die Erde betritt und wieder verlässt.

Fotograf/in

Herlinde Koelbl

Location

Adam & Eva Haus – Museum für Stadtgeschichte

Jahr

2012