Der international bekannte Starfotograf Bert Stern (geb. 1929) bekam im Juni 1962, sechs Wochen vor Marilyn Monroes plötzlichem Tod, die einzigartige Gelegenheit, die Hollywoodikone an drei Tagen für das Vogue-Magazin zu fotografieren.
Die Redaktion der Zeitschrift dachte dabei an reine Modefotografie. Der Fotograf realisierte jedoch eine ekstatisch aufgeladene Mischung aus Mode-, Kunst- und Aktfotografie und einer ganz privaten Marilyn. Es entstanden Portraits einer Filmdiva, die nichts mit dem ihrem anhaftenden Image der naiven Blonden zu tun haben. Marilyn Monroe war sich ihres Sexappeals bewusst und ging damit in provokativer Freizügigkeit um.
Das Ineinanderfließen von Individualität und Image machen die Qualität und Zeitlosigkeit dieser eindrucksvollen Fotoserie aus, die zu Zeiten des Tiefpunkts ihrer Karriere und in schwierigen Lebensumständen des Stars entstand. Niemand konnte damals ahnen, dass dies ihr „Last Sitting” sein würde.
“Wollen Sie mich nackt?” – Bert Stern sagte später, es war die Idee von Norma Jean Baker, wie die Filmdiva mit bürgerlichem Namen hieß, Aktfotos zu machen. Etwa sechs Wochen nach den Aufnahmen in L.A. starb Marilyn Monroe im Alter von nur 36 Jahren. Die Arbeiten, die nun in der Städtischen Galerie Am Abdinghof gezeigt werden, entstanden im Bel Air Hotel in Beverly Hills.
Marilyn Monroe ist ein Mythos des 20. Jahrhunderts. Vor allem in den 1950er Jahren war sie die Kultfigur Amerikas. Sie wirkte in 32 Filmen mit und ihr Gesicht gehört zu den bekanntesten der Welt. Zur Ikone wurde Marilyn Monroe aber erst nach ihrem frühen Tod, insbesondere durch die Siebdrucke von Andy Warhol und den Fotografien von Bert Stern.
Es gab viele schöne Frauen seit Marilyn Monroe. Doch wen gibt es mit ihrer Magie? Keine zeigt diese offene Verletzlichkeit.“

Fotograf/in

Bert Stern

Location

Städtische Galerie (Ausstellungsraum)

Jahr

2012