Das Thema Integration ist eines der meistverhandelten der Gegenwart und beschäftigt neben Politikern, Soziologen und Medienvertretern auch Künstler, die der Materie oft neue, ungewöhnliche Aspekte abgewinnen.
Auf fotographischem Wege hat sich die Bildkünstlerin Sigrid Urban dem Stoff genähert, er bringt anhand einer aktuell publizierten Werkschau erneut den Beweis, dass ein Bild oft mehr sagt als tausend Worte.

Den Betrachter erwarten fotographische Interaktionen zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, Schwarz und Weiß, Jung und Alt.
Sigrid Urban benutzt für ihre bildlichen Stellungnahmen keine plakativen Perspektiven, sondern versucht den Betrachter vielmehr durch Ausschnitte, Details, Verschiebungen und Verfremdungen für das Themenfeld zu interessieren. Artifizielle, künstlerisch hochstehende Bildkompositionen markieren ein fotographisches Pamphlet für Toleranz und Offenheit, Verstehen und Kommunikation, sind stilles Werben für Verständnis und Verständigung.Der seitens der Künstlerin angestrebte Dialog zwischen den Generationen gelingt dank einer sensiblen Herangehensweise, deren Kern sich stets um das menschliche Individuum dreht, das bei allen künstlerischen Bemühungen Urbans im Mittelpunkt steht.
Um das humane Zentrum herum entfalten sich explizite Themen des Miteinanders, die auf einen kleinen Moment, den Moment des Auslösens, herunter gebrochen werden, in ihrer konzentrierten Form aber alle angestrebten Informationen enthalten.

Fotograf/in

Sigrid Urban

Location

Adam & Eva Haus – Museum für Stadtgeschichte

Jahr

2010