Der Musiker vertraute seinem Bauchgefühl und wagte den Neustart. Und das mit erstaunlicher Intensität und noch erstaunlicherem Erfolg. „In seinem Spezialgebiet, der Porträtfotografie, kann das Multitalent schon nach kurzer Zeit überraschende Akzente setzen,“ schreibt das Magazin PHOTOGRAPHIE im Januar 2010.

Dabei ist Thorsten Wingenfelder eher ein Klassiker, der versucht das Dokumentarische und die Wahrhaftigkeit eines Moments im Zusammensein mit seinem Gegenüber einzufangen. Gerne auch eher das Unperfekte, das Starke im Schwachen und das Straucheln im Charaktergesicht. Beinahe alles das, was in einer 125/sec ganze Geschichten erzählen kann. Und das alles bevorzugt draußen und bevorzugt Schwarz/Weiß. Verliebt und verhaftet in den Stil der analogen Porträtfotografie des 20ten Jahrhunderts schafft Wingenfelder mit seiner Digital-Kamera damit einen Brückenschlag in diese wunderschöne, aber leise verschwindende analoge Bilderwelt. Passend dazu Thorsten Wingenfelders Statement in der PHOTOGRAPHIE: „Vielleicht ist das zu romantisch, aber generell mag ich das Foto als Dokument.“

Fotograf/in

Thorsten Wingenfelder

Location

Cineplex Paderborn

Jahr

2012